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| Lob |
"...Ihre Aussagen und Interpretationen sind authentisch und daher
ganz einfach glaubwürdig... 25 Künstler mit profilstarkem,
manchmal knirschendem Charme, aber immer kosmopolitischer Weitsicht."
(Gabriele Müller-Trimbusch, Sozialbürgermeisterin der Stadt Stuttgart) |
"...Unterstützen auch Sie die vorbildliche Arbeit der Wilden Bühne..."
(Richard v. Weizsäcker, Altbundespräsident) |
"...Hervorragendes Beispiel für eine gelungene und wirklichkeitsnahe
Suchtprophylaxe..."
(Helga Solinger, Sozialministerin von B.W. 1992 - 1996) |
| Presseartikel |
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Eine bleibt außen vor | zurück |
„Druck-Sache“ – die Wilde Bühne im Kulturwerk
Nichts wünscht sich Jessi sehnlicher, als dazuzugehören, anerkannt zu sein wie die umschwärmte Nicole. Dafür lässt sie sich mit dem großspurigen Tony ein, der aber nur ein gemeines Spiel mit ihr treibt. Jessi bleibt die von den anderen Jugendlichen drangsalierte Außenseiterin. „Druck-Sache“ heißt das neue Theaterstück der Wilden Bühne. Das Laien- Ensemble besteht aus ehemaligen Drogenabhängigen, denen das Theaterspiel neue Lebensperspektiven und soziale Integration ermöglichen soll.
Unter der Regie der Pädagogen und Therapeuten Lea Butsch und Jörg Pollinger haben die sieben Darsteller die Produktion gemeinsam erarbeitet. Das Stück beginnt mit dem verzweifelten Ausbruch, in den Jessis Leidensdruck sie letztlich treibt: Mit vorgehaltener Pistole sperrt sie die Clique ein.
In einer eher assoziativen, nur lose verknüpften Szenenfolge wird rückblickend Jessis Weg in die Isolation und Einsamkeit aufgerollt, aber auch die Lage der anderen Jugendlichen Aufgezeigt. Im Spiel im Spiel markieren die Darsteller Situationen aus Elternhaus und Schule, die verdeutlichen, dass nicht nur Jessi unter Druck steht. Auch die Welt von Nicole, Alex, Nina, Caro, Tony und Nico ist nur vordergründig in Ordnung. Die Dialoge und Monologe werden immer wieder unterbrochen durch Passagen, in denen JEssis Gegenspieler Bambusstöcke kreuzen und auf den Boden schlagen, schließlich die Außenseiterin bedrohlich Einkreisen. Ein eindrückliches Bild, um Aggression und Gruppenzwang auszudrücken.
Die Inszenierung kommt mit einem Minimum an Ausstattung aus. Das engagierte, authentische Spiel der Akteure rührt an, gerade weil nicht verkrampft versucht wird, professionelles Schauspielkönnen vorzugeben. Dass das Stück einfache Antworten vermeiden will, ist anerkennenswert. Manches bleibt jedoch recht vage: schade, wenn man bedenkt, dass die Produktion vorwiegend vor Schulklassen aufgeführt wird. clg
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Wilde Bühne
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