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Lob
"...Ihre Aussagen und Interpretationen sind authentisch und daher ganz einfach glaubwürdig... 25 Künstler mit profilstarkem, manchmal knirschendem Charme, aber immer kosmopolitischer Weitsicht."

(Gabriele Müller-Trimbusch, Sozialbürgermeisterin der Stadt Stuttgart)
"...Unterstützen auch Sie die vorbildliche Arbeit der Wilden Bühne..."

(Richard v. Weizsäcker, Altbundespräsident)
"...Hervorragendes Beispiel für eine gelungene und wirklichkeitsnahe Suchtprophylaxe..."

(Helga Solinger, Sozialministerin von B.W. 1992 - 1996)
Presseartikel
Jugendwoche / Wilde Bühne e.V. gastiert in Tamm. Den Drogen widerstehen lernen.zurück


Schüler werden selbst zu Akteuren auf der Bühne – Sie lernen Handlungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen

TAMM. Immer früher greifen die Schüler der Gustav- Sieber- Schule zu Zigaretten. Sogar in den 6. Klassen beobachtete Schulsozialarbeiterin Regine Bopp vermehrt Jugendliche, für die das Rauchen bereits zum Alltag gehört. Mit umfassenden Vorbeugungsprogrammen will Bopp das Bewusstsein schärfen. Ein Anfang wurde gestern im Rahmen der kreisweiten Jugendwoche mit Theaterstücken der Wilden Bühne e.V. gemacht.

„Wir sind bezüglich Drogen- und Suchtproblemen sicherlich keine sozialen Brennpunktschulen, aber Alkohol und Zigarette spielen auch für manche unserer Schüler eine große Rolle. Der Vertuschungsfaktor ist dabei groß. Die Jugendliche versuchen es geheim zu halten“, schilderte Bopp. Ähnliche Beobachtungen machen auch Viviane Neverla-Nooke und Ulrike Schwarz vom Tammer Jugendhaus, die Vorbeugung gegen Sucht und Gewalt als wichtiges Thema für Jugendliche betrachten. „Wir bieten Seminare gemeinsam mit der Schulleitung an, um Schüler zu Multiplikatoren für die Suchtprävention auszubilden. Wir wollen nämlich nicht nur punktuell bei der Jugendwoche des Landkreises aktiv werden, sondern durchgehende Angebote schaffen“, so Neverla-Nooke, die seit 1997 im Jugendhaus tätig ist.
Für positive Einstellung
Zudem gibt es seit März an der Gustav- Sieber- Schule auch Veranstaltungen des bundesweiten Programms „Klasse 2000“. „Wir wollen den Schülern der ersten bis vierten Klasse eine positive Einstellung zu ihrer Gesundheit vermitteln. Deshalb lasse ich mich augenblicklich auch zur Gesundheitsförderin ausbilden, um den Schülern Tipps für eine bewusste Ernährung oder ein gutes Körpergefühl geben zu können“, erläuterte Bopp.
Ratschläge für ihr Handeln im Alltag bekamen rund 70 Jugendliche der 7. und 8. Klassen gestern auch von den Akteuren der Stuttgarter Wilden Bühne e.V.. Bis zu 40 Mal treten die acht Schauspieler pro Jahr an baden- württembergischen Schulen auf. „Wir überlassen zunächst den Lehrern Lernmaterial, um die Schüler auf unsere Auftritte vorzubereiten. Unsere Stücke des Forumtheaters drehen sich um Suchtproblematiken. Ihr Handlungsverlauf kann von den Schülern selbst beeinflusst werden“, erklärt der Theaterpädagoge und technischer Leiter der Wilden Bühne Rüdiger Erk.
Im Stück „Jule raucht“ ging es um das junge Mädchen Jule, für die das Rauchen zu einem Hilfsmittel geworden war, um Frust und Stress zu bekämpfen. Alle Vermittlungsversuche ihrer Mitschüler schlugen fehl, bis Jule schließlich wegen dem Rauchen sogar von der Schule flog. Als Moderatorin Carina Weirather die Tammer Schüler am Ende der Spielszenen nach Lösungsmöglichkeit für einen positiven Ausgang des Stückes fragte, ließen die Antworten nicht lange auf sich warten. „Jules Mitschüler hätten sie mehr ermutigen sollen, damit sie mit dem Rauchen aufhören“, betonte Melis aus der 8.Klasse und schlüpfte kurzerhand in die Rolle von Jules Mitschüler Max. Hartnäckig agierte Melis auf der Bühne und redete beharrlich auf Jule ein. Mit Erfolg, denn Jule ließ nun die Zigarette fallen und schloss sich ihren nichtrauchenden Mitschülern an.
Der Ausgang des Theaterstückes hatte eine positive Wendung genommen. „Den Schülern sollen so echte Alternativen aufgezeigt werden. Wir versuchen die Jugendlichen stark zu machen, dass sie sich gegen Drogen entscheiden“, fasste Erk die Intention der Wilden Bühne zusammen. Michaela Glemser

 
 
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